Kuratorisches / Lehraufträge:

Kuratorisches
Als Künstlerin zu kuratieren bedeutet, in verschiedenen Rollen zu agieren und aus verschiedenen Positionen zu reflektieren. Ich begreife das Konzipieren, Kuratieren und Inszenieren als künstlerische Handlung und als Horizonterweiterung, sowohl für mich als auch fürs Publikum. Meine Erfahrungen mit diesem Perspektivenwechsel und Rollentausch sind für mich wichtige Werkzeuge für mein Agieren im Kunstbetrieb und stehen für eine Erweiterung der künstlerischen Praxis. Mein frühes Interesse für Interdisziplinarität und eine breite Ausbildung eröffneten mir Sichtweisen aus verschiedenen Perspektiven, und ermöglichten mir den Rollenwechsel und emanzipatorische Handlungsräume. Der Kaskadenkondensator als komplementärer Kunstort und Künstlerkollektiv bot eine Plattform für das Wechselspiel von Kunstproduktion und Kunstrezeption. Über das Kuratieren und Einladen, lassen sich Netzwerke schaffen. Der Rollentausch ermöglicht die Kontextualisierung der eigenen Arbeit, indem eigene Themen in Umlauf gebracht werden, und Erfahrungen und Ergebnisse wieder in die eigene Arbeit zurückfliessen. Siehe auch www.kasko.ch


Wissenschaftliche Tätigkeit/Vorträge:
2014  
Video-Vortrag Körper erinnern! anlässlich TanzPlan Ost’14, Lokremise St. Gallen
Video- Vortrag anlässlich archiv performativ dockt an, DOCK Basel

2013  
Vortrag zu Archivprozessen an der UDK Berlin
Vortrag zu Performing the Archive anlässlich re.act.feminism, Akademie der Künste Berlin
Vortrag zu Act_ON Jubiläum Act Performanceplattform für Studierende, Kaserne Basel

2012
Vortrag anlässlich Vorlesung SS 12 an der FU Berlin: Performance Kunst oder die Herausforderung der Re/Konstruktion;
Vortrag: archiv performativ. Ein Modellkonzept für die Dokumentations- und Aktualisierungspraxis von Performance-Kunst’ anlässlich Guest Corner, Institut Kunst, FHNW Basel

2009-2012
„archiv performativ“ am Institut Cultural Studies in the Arts an der ZHdK Zürich http://www.zhdk.ch/?archivperformativ

Lehraufträge
Das Vermitteln von künstlerischen und performativen Prozessen an Hochschulen für bildende Künste oder in Workshops gehört seit 1996 zu meinen zentralen Anliegen. In der Performancekunst spielen die drei Grössen Körper (Geist und Leib), Raum und Zeit und deren Beziehungen zueinander, eine wesentliche Rolle. Meiner Meinung nach gehört Performanceunterricht an den Anfang jeder Kunstausbildung, ermöglicht er doch den Studierenden, ihren eigenen Körper als Werkzeug für eine Kunstarbeit zu begreifen.
In meinem Unterricht gebe ich Einblick in verschiedene Körper-, Atem-, Stimm- und Konzentrationstechniken, dies als Vorbereitung für die körperliche und geistige Präsenz in Raum und Zeit. Die Übungen dazu stammen aus verschiedenen Bereichen der Wahrnehmungsschulung. In anderen Übungen und Aufgabenstellungen geht es um Eckpunkte, die für eine (Live)-Performance wichtig sind: Konzept, Purifizierung der Idee, Einsatz der Mittel, Klarheit über eine allfällige Dramaturgie und die Konzeption der Dokumentation. Die Videokamera begleitet den Prozess und bietet Material zur Reflexion, kann aber, je nach Aufgabenstellung, auch ins Zentrum des Interesses rücken. Videobeispiele und auf Video dokumentierte Performances aus der aktuellen Kunst ergänzen den Unterricht.

Im Performanceworkshop Tableau Vivant beispielweise werden anhand der Methode des Nachstellens von Gemälden, einem gängigen Gesellschaftsspiel aus dem 18./19. Jahrhundert, verschiedene Beispiele aus der Kunstgeschichte, sowie aus der aktuellen Kunstpraxis zwischen Theater und Bild, Bewegung und Stille, Geschichte und Vergegenwärtigung vorgestellt. Die Teilnehmenden suchen ein geeignetes Motiv aus der eigenen Kunst- und Kulturgeschichte und entwickeln eine Haltung dazu. Gemeinsam wird nach einer aktuellen Umsetzungs- resp. Darstellungsform des gewählten Motivs gesucht, das in einem Tableau Vivant nachgestellt und präsentiert, sowie von einer Videokamera aufgezeichnet wird.
Der Workshop vermittelt anwendungsorientierte (Körper)-Übungen zwischen Bewegung und Pose, zwischen Handlung und Geste. Diese befähigen die Teilnehmenden für längere Zeit in einem Tableau Vivant bewegungslos zu verharren.

2014 
Performance-Workshop und Erarbeitung eines Tableau Vivant in Zusammenarbeit mit Elisabeth Nembrini und Studierenden der Pädagogischen Hochschule St. Gallen

2011
Performance-Workshop und Erarbeitung eines Tableau Vivant mit Studierenden der Chiangmai University Media-Art Department, anlässlich ASIATOPIA 13 International Performance Art Festival, Suan Buak Haad Park Chiangmai Thailand

2010 
Performance-Workshop und Erarbeitung eines Tableau Vivant in Zusammenarbeit mit Elisabeth Nembrini und Studierenden der Pädagogischen Hochschule, exex St. Gallen

2009  
Performance-Workshop und Erarbeitung eines Tableau Vivant in Zusammenarbeit mit Smitha Cariappa und Studierenden des College of Fine Arts Chitrakala Parishath, Old Library Goverment Science College Bangalore, Karnataka Indien

2007  
Performance-Workshop, das Körperereignis in Raum und Zeit, Kaskadenkondensator, Projektraum für aktuelle Kunst und Performance Basel

2008/2009 
Dozentin für Performancekunst an der F+F, Schule für Kunst- und Mediendesign, Zürich

2003 - 2005 
Lehrbeauftragte für Performance im Bereich Medienkunst an der FHA Aarau